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Deutsche Postbank ab sofort ein Teil der Deutschen Bank 03.12.2010
SEB
Frankfurt (aktiencheck.de AG) - Manfred Jakob, Analyst der SEB, stellt die Coverage für die Aktie der Deutschen Postbank (ISIN DE0008001009 / WKN 800100) ein.
Die Übernahmeofferte durch die Deutsche Bank (ISIN DE0005140008 / WKN 514000) beginne. Durch die Übernahmeofferte der Deutschen Bank im Zeitraum von 07.10. bis 04.11, verlängert bis zum 24.11., sei es der Deutschen Bank gelungen, sich die Mehrheit an der Deutschen Postbank zu sichern. Der Übernahmepreis sei Euro 25,- gewesen.
Die Gesamterträge seien im 9M-Zeitraum um 24% auf 2,88 Mrd. EUR gestiegen. Das Ergebnis nach Steuern habe 296 Mio. EUR (nach -129 Mio. EUR) und netto 218 Mio. EUR (175 Mio. EUR) erreicht. Hier die Kennzahlen im 9M-Vergleich: ROE nach Steuern 5,3% (nach 4,7%), Cost/Income-Ratio 74,4% (nach 90,3%), Kernkapitalquote 8,0% (nach 6,6%).
Am 26.11.2010 habe der CEO der Deutschen Postbank die Deutsche Bank begrüßt, nachdem diese nun offiziell die Mehrheit erlangt habe.
Durch die Veräußerung der Deutsche Postbank Home Finance Ltd. folge die Deutsche Postbank ihrer strategischen Ausrichtung, die sie 2009 mit dem Programm Postbank4Future definiert habe. Die Deutsche Postbank nehme hier bis zu 177 Mio. EUR ein. Der Gewinnbeitrag dürfte im mittleren zweistelligen Mio.-Bereich liegen.
Frank Appel werde per Ende 2010 den AR-Vorsitz abgeben. Rainer Neske (Vorstand für den Privat- und Geschäftskundenbereich bei der Deutschen Bank) werde Nachfolger.
Die Deutsche Postbank habe auch in Q3 den Turnaround fortgesetzt. Erneut habe vor allem ein starkes Zinsgeschäft hierzu beigetragen. Auch der Abbau von Risikopositionen sei in eine weitere Runde gegangen (z.B. Reduktion des strukturierten Portfolios um 20% seit Ende 2009). Die anhaltend hohe Kostendisziplin unterstütze weiterhin das operative Geschäft.
Die Deutsche Postbank konzentriere sich auf das inländische Kerngeschäft. Unter der Federführung der Deutschen Bank werde sie noch stärker als bisher daraufhin ausgerichtet. Die Deutsche Postbank bleibe erste Adresse für einfache, unkomplizierte und günstige Bankgeschäfte für jedermann. Mittelfristig sollten die Kunden die Vorteile aus der Übernahme durch die Deutsche Bank verspüren, z.B. bei der Bargeldversorgung im Ausland und bei der Produktauswahl. Positiv zu werten seien zudem die Kosten-Synergieeffekte aus Deutsche Bank-Übernahme.
Nicht zufriedenstellend habe sich das Provisionsgeschäft in Q3 entwickelt. Das Handelsergebnis sei im Minus geblieben. Altlasten seien nach wie vor abzuarbeiten. Die Deutsche Bank könnte hier alsbald durchgreifen und stärkere Anpassungen vornehmen (toxic assets). Negativ anzusehen sei die dünne Eigenkapitaldecke. Zu erwarten sei die Entnahme aus MDAX (ISIN DE0008467416 / WKN 846741).
Eine geraume Zeit passierte beim Kurs der Deutsche Postbank-Aktien aufgrund des Übernahmeangebots der Deutschen Bank nichts, so Andreas Klähn, technischer Analyst der SEB. Erst mit dem Auslaufen der verlängerten Angebotsfrist am 24.11.2010 sei mehr Bewegung in die Aktie gekommen. Dabei sei ein Abwärtsdruck aufgekommen, der in einem Test der Unterstützung bei 21,25 EUR gemündet sei.
Die Markttechnik schwäche sich deutlich ab. So werde der sehr moderate Überhang an Aufwärtspotenzial und -dynamik abgebaut. Das Momentum schneide dabei sogar die Nullachse nach unten. Die mittelfristigen Overbought/Oversold-Indikatoren seien ebenfalls abwärts gerichtet und würden eine intakte Abwärts-Bewegungsdynamik signalisieren. Der Abwärtsdruck dürfte daher auf die Aktie weiter anhalten. Falle dabei sogar die Unterstützung bei 21,25 EUR, seien wieder Notierungen bis unter 20 EUR zu erwarten. Investoren, die das Übernahmeangebot nicht angenommen hätten, bleibe zu raten, einen Ausstieg zu erwägen, sobald die Unterstützung bei 21,25 EUR nachhaltig unterschritten werde.
Die Deutsche Postbank schaffe die Ertragswende, wenngleich einige Probleme aus der Vergangenheit noch bremsen würden.
Die Analysten der SEB stellen die Coverage für die Deutsche Postbank-Aktie. Das letzte Rating habe "hold" gelautet bei einem Kursziel von 23 EUR. (Analyse vom 03.12.2010) (03.12.2010/ac/a/d) Offenlegung von möglichen Interessenskonflikten:
Mögliche Interessenskonflikte können Sie auf der Site des Erstellers/ der Quelle der Analyse einsehen.
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